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Dacapo Forsiden
Dacapo - Danmarks Nationale Musikantologi
e-maerket

Format:  CD

Katalognummer:  8.226093

Stregkode:  636943609323

Udgivelsesmåned:  Mar 2010

Periode:  Barok

Anmeldelse


Heinrich Schütz: Die Sieben Worte; Johannes-Passion

01 August 2010  Fono Forum
Reimar Emans
4/5 Stars

Mit sakraler Grundiegung

Die kopplung dieser beiden so unterschiedlichen Passionsvertonungen belegt die Bandbreite der Schütz'schen Klangsprache sehr schön - wenn man davon ausgeht, dass Die sieben Worte wirklich von ihm stammen. Dieses nämlich nimmt deutlich italienische Einflüsse auf, die zu einer recht affektiven Tonsprache fürthen, während die Johannes-Passion dem Rezitationston weitestgehend verplichtet bleibt. Auch aufrund des rein vokalen Vortrags sprielt die Affektumsetzung hier eine sehr viel geringere Rolle als in der anderen Passion, bei der nicht nur eine Continuo-Stimme vorlegt, sonders noch zwei weitere Instrumentalstimmen. Ungewöhnlicherweise vertailt Schütz hier den Part des Evangelisten auf verschiedene Stimmlagen oder gar auf Chöre.

Paul Hiller versteht es, die unterschiedlichen Charaktere der beiden Passionen adäquat darzustellen. Alle Sänger bemühen sich dabai um deutliche Artikulation und Textverständlichkeit, dank derer sich der Leidensweg Christi auch ohne Booklet gut verfolgen lässt. Allein in den polyphonen Chorsätzen muss der Hörer mitunter den Text arraten. Adam Riis besticht durch eine auch in der Höhe flexible Stimme, die ihn für Jesus beziehungsweise die Evangelistenrolle prädestiniert - auch wenn er gelegenlich aus ,Ich' ein ,isch' macht. Due übrigen Sänger warden der Musik ebenfalls mehr als nur gerecht; allein Jakob Bloch Jespersens Stimme könnte etwas stabiler sein; und Josef Hamber hat als Pilatus doch hörbar einige Probleme. Die deutlich mit ihren unterschiedlich groβen Hallanteilen akustich eingefangenen Kirchräume verleihen beiden Passionen die nötige sakrale Grundierung.





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